Tag 1: Ankunft in Paracuru

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Fortaleza bis Parnaiba

Seit Monaten warten wir auf diese beiden Wochen. Kitesurfen, Sommerwetter, nette Begegnungen, gute Zeit mit Freunden und das brasilianische Flair. Die Küste um Fortaleza, ob südlich oder nördlich, ist bestens geeignet für Kitesurf-Ferien. Brasilien ist seit gut 10 Jahren eine beliebte Kite-Destination. Zudem hat die grosse Wirtschaftsentwicklung in Brasilien dazu geführt, dass die Küste immer besser erschlossen wurde.

Der Grund, weshalb wir entschieden haben, uns hier Ende Oktober eine gute Zeit zu gönnen, ist und bleibt der perfekte Wind für unsere Leidenschaft Kitesurfen. Ein Wind, der jeden Tag, immer aus derselben Richtung, in der Regel Side-On-Shore, bläst. Küsten mit wenig Gefahren, dafür mit viel Abwechslung. Es gibt Lagunen, Wellenspots und kabbelige Kickerwellen. Es gibt Möglichkeiten für Soulsessions im Sonnenuntergang, für Downwinder entlang der Küste über 40 km und es gibt Lagunen für reines Training. Für jeden ist etwas dabei. :-)

Ein kleiner Flecken Schweiz

Wir haben gestern (Do 20. Okt.) unsere Pension in Prea verlassen und sind mit einem Mietauto die 222 km nach Paracuru gefahren. Wir sind in diesem kleinen und schmucken Örtchen Paracuru bei Roland Zgraggen in seiner Pension wie in einer kleiner Schweizer Oase. Alles ist proper und viele kleine Details hinterlassen den Eindruck, dass man sich nicht ganz in Brasilien befindet.

Quebramar Kitespot

Der Kitespot Quebramar liegt etwa 3 km ausserhalb Paracurus in südlicher Richtung. Bei Ebbe hat es Flachwasser vor der Küste, weil ca 20 cm unter der Wasserlinien fester Boden liegt. Es hat kaum gefährliche Gegenstände, ausser ein paar alte Fischreusen auf der linken Seite in ca 500 Meter Entfernung.
Bei zunehmender Flut und gutem Swell bilden sich in etwa 200 Metern Entfernung recht grosse Wellen. Diese sind ideal für Anfänger, weil sie langsam abrollen und zudem hat es kaum Shorebreak.

Ankunft Thomas

Eigentlich wäre am 1. Tag die Ankunft von Mara, David und Thomas geplant gewesen. Doch frühmorgens erreichte uns schon die Nachricht aus Zürich, dass Mara und David den Flug verpasst haben. Ihre Handywecker hatten beide versagt!!! Beide mussten für den Folgetag ein neues Ticket kaufen – und das für sage und schreibe 1500.-
So ist nur Thomas alleine angereist und hatte auch gleich Lust auf eine Session in Quebramar. Thomas ist unser Surfer und eigentlich hat er den Übernamen Jery bekommen, weil wir in der Gruppe 2 Thomas’s gehabt hätten. Doch der 2. Thomas (Tom) musste aus persönlichen Gründen die Reise kurzfristig absagen. Und somit bleibt Thomas unser Surfer-Thomas. Er konnte sich bestens einfahren.

Fortaleza Pinto Martins Airport

Pinto Martins ist ein Flugpionier aus der Jahrhundertwende. Er wuchs im Staat Ceara auf, in der Stadt Camocim und flog um 1920 die Strecke New York – Rio in rund 100 Stunden. Eine Pionierleistung. Nun gut, wir mussten uns wieder einmal durch die wilden Gassen von Fortaleza zum Flughafen Pinto Martins durchkämpfen. Ohne GPS wäre dies gar nicht möglich. Die Beschilderung ist spärlich und Strassenmarkierungen fehlen fast überall. Zum Glück fahren die Leute nicht allzu schnell, denn überall stehen Geschwindigkeitkameras.
Wir mussten die fehlenden vier Leute, Mara, David, Marcel und Roman, vom Flughafen abholen. Mit einstündiger Verspätung sind sie dann auch angekommen und die Fahrt raus aus Fortaleza ist einiges einfacher. Nach 1.5 Stunden waren wir in der Pousada Sol e Lua.

Nach Ankunft gab es noch ein paar Bierchen. Für Marcel endete der ganze Welcome-Anlass um 4 Uhr morgens. Er wollte unseren Receptionisten Filipi einfach noch unter den Tisch saufen, was ihm nach ca 15 Bier gelang. Dementsprechend hatte Filipi am nächtsen Tag einen Höllenkater und Marcel konnte die Welcome-Session gleich mal an den Nagel hängen ;-(

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