Bis zu 5 Stunden am Kiten

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Heute war mal wieder ein unglaublicher Tag auf dem Wasser. Um 9 Uhr nach dem Frühstück wurden wir von Aiman, unserem Taxidriver zur Station gefahren. Da für heute der Wind eher schwach und nicht bis spät am Nachmittag angesagt war, bereiteten wir schnell alles vor und waren bereits um 10 Uhr in der Lagune. An der Station wurden nochmals die Leinen gecheckt, kites dem Wind entsprechend vorbereitet und dann wird alles aufs Boot verladen. Oben in der Lagune werden die Kites auf dem Boot aufgepumpt und die Leinen im knietiefen Wasser abgewickelt. So kann Einer nach dem Anderen starten.

Der Wind war doch etwas stärker als erwartet. Einige hatten also mehr als genug Druck im Schirm, was in Kombination mit dem Muskelkater doch schnell anstrengend wird. Bis um 10 Uhr dreht der Wind, wird dann bis 11 Uhr noch leicht stärker und flacht dann bis 16 Uhr gleichmässig ab. Die beste Zeit war heute so gegen 12 Uhr. Schön gleichmässiger Wind und viel Zeit neue Sprünge und anderes auszuprobieren. Schlussendlich standen alle auf dem Brett. Malta, Christa und Joel gingen kurz zurück zur Station um etwas zu Essen, die anderen blieben oben in der Lagune. Christa beschloss dann sich dem Muskelkater zu ergeben und sich einen gemütlichen Nachmittag an der Station zu machen.

Ab 16 Uhr war der Wind dann so schwach, dass gerade noch Malta, Reto und Patrick mit grossen Kites bis 15m2fahren konnten. Sie versuchten noch den Downwinder bis zur Station, gaben dann aber kurz nach der Sandbank, etwa 300m vor der Station auf, da einfach kein Wind mehr vorhanden war. Nachdem wir alles Material verräumt hatten, fuhren wir mit dem Taxi zum Fruitmarket, dann setzten wir uns in den Coffeshop „Jasmin“ in der selben Strasse und tranken Tee mit frischer Minze, Türkischen Kaffee, Fruchtsäfte, spielten Taula und gönnten uns 2 Shishas.

Nach dem Abendessen beschloss die Hälfte der Gruppe sich  zu erholen für den nächsten Tag und blieb im Hotel. Jasmin, Reto, Andrea, Michu, Daniel und Christa machten sich mit Aiman auf den Weg zu einem local Coffeeshop, der uns von Said empfohlen wurde. Das „Mamscha“ ist so ein insider-local-Coffeeshop im Stadtviertel Maglis. So fest local, dass wir wie Aliens angesehen wurden, als wir angekommen sind. Unsere ägyptischen Freunde waren noch nicht vor Ort. Und sogar unser Taxifahrer Aiman beschloss kurz den Wagen zu verlassen, um zu sehen, dass wir gut entgegen genommen werden. Der Kellner hat uns direkt neben der Kasse platziert, damit er uns gut im Auge behalten konnte. Said erklärte Christa später, dass das nicht etwa war, weil wir nicht erwünscht wären, sondern viel mehr, dass es dem Kellner wichtig war, dass es uns bei ihm wohl ist. Und so war es auch. Kurz später trafen unsere ägyptischen Freunde ebenfalls ein.

Said wurde von Jasmin und Andrea mit kulturellen Fragen gelöchert, die er aber sehr gerne beantwortete. Es wäre zu viel das alles hier zu schreiben. Interessant waren vor allem die Gespräche über Religion (wie viel Mal betet man im Tag, was betet man, und wer macht wie Ramadan) sowie Hochzeiten, Polterabenden und Feste. Unser Taxifahrer Aiman gesellte sich wenig später auch noch zu uns. Und Michu spielte mit Mohamed, einem Freund von Said „Taula“, die ägyptische Variante von Backgammon. Neben dem Coffeeshop spielten Kinder auf der Strasse Fussball und von nicht weit hörte man Musik von einem Hochzeit sowie vorbeifahrende, hupende Autos, welche zum Fest kamen. Aiman hat auf dem nachhause Weg extra noch eine Ehrenrunde gedreht, damit wir Einsicht bekamen von der üppigen Beleuchtung, der lauten Musik und den vielen Gästen vom Hochzeit.

Mit vielen Eindrücken gehen wir nun müde ins Bett. Wir freuen uns auf Morgen. Es gibt wieder Wind ?

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