Tag 10: Cajueiro Downwindschi, Barra Grande Sunsetter

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Tag 10: Unser letzter Tag im Staat Piaui

Text: Heinz
Vorab ein grosses Dankeschön an Mara, Roman und Marceu (Marcel) für dieses Tagebuch. Die Dynamik im Team stimmt, wir sind meistens beisammen und dennoch gibt es Zeiten für Privates und seit neustem splitten wir sogar die Gruppe weil die Kiteinteressen manchmal unterschiedlich sind. Eine unvergessliche Zeit nimmt seinen Lauf…..
Das Oca na Praia von Physik-Professore Ronald ist für uns wie geschaffen. Direkt am bis zu 200 Meter breiten Strand mit kleinen Pools ist es bestens geeignet für zum Rumspielen mit dem Kite oder abhängen in der Hängematte. Und das ganze hat einen etwas wilden Touch.

Mit dem Wind Richtung Barra Grande

Dennoch steht heute Barra Grande auf dem Programm. Nach kurzem Briefing entscheiden wir uns, auch heute wieder die Gruppe zu teilen. Doch in einer ganz anderen Konstellation.
Mara, Roman und David bleiben im Oca und geniessen den Morgen, gefolgt von einer Flachwassersession in einem der vielen Pools am Strand und einer weiteren Exkursion zur Flussmündung und Lagune von Barra Grande.

Gruppe 2 entscheidet sich für einen Downwinder von Cajueiro nach Barra Grande plus einer Abendsession direkt am Strand von Barra Grande.
Der Downwind bei Ebbe entpuppt sich als wahre Kitesurf Perle. Die Küste ist durchwegs Steinig und dadurch mit vielen kleinen Flachwasserstellen gespickt. Ideal für Wakestyle. Das Fahren um die Steine mit kleinen Wellen ist wie eine kleine Entdeckungstour.
David hat sein GPS dabei und trackt das ganze Spektakel. Eigentlich sind es nur 6 km Küste von Cajueiro nach Barra aber wir benötigen dafür 32 km. Marcel hat sich zur Verfügung gestellt, das Auto zu fahren und auf den Downwinder zu verzichten. Zudem hat er geschwollenen Füsse vom ewigen Laufen im Sand.

Das liebliche Barra Grande ist wie eine Enklave von Jeri. Die ersten Hotels wurden von den geschäftigen Jeri-Hippies errichtet die expandieren mussten. Und ihnen ist dies auch gelungen. Dieses Dorf ist überschaubar und ideal gelegen für Kitesurfer mit etwas mehr Geld im Sack. Bei Ebbe gibt es Flachwasserbis 2 km raus ans Meer. Bei Flut ist das Meer kabbelig und der Wind fegt auch hier mit seiner vollen Wucht dem Strand entlang. Aufgepassen muss man auf den felsigen sehr scharfen Untergrund. Und man ist hier nie alleine auf dem Wasser.

Sunset Session Barra Grande

Wir genehmigen uns am Strand ein paar Cervejas (Bierchen) und 2 Portionen Pommes – wovon jede 22 Reais kostet – das sind Preise wie in der Schweiz !!!

Man gönnt sich ja sonst nix ausser nochmals eine Kitesession für Gratis. Und diese Session geht für David in die Geschichtsbücher ein. Nach nur 10 Minuten auf dem Wasser und paar Big Airs kommen all die Locals hoch zu uns und messen sich mit ihm. Wer Springt höher und wer hat mehr Eier? Nun, dieser Punkt geht natürlich an die NATIVOS – aber alle kennen nun David. Sie geben sich High Fives und der Meister von hier fliegt auch noch den gleichen Kite wie David – also man versteht sich sofort – man hat dich gleiche Wellenläche :-) Zu guter letzt treffen wir auch noch Sandro, ein ehemalicher Gast von uns am Comersee. Spontan wie er ist, kommt er mit uns anschliessend zum Nachtessen.

Und das Essen hat es in Sich. Alles zu Schweizer Preisen à la French Cuisine: Caviche vom Fisch oder vom File als 1. Gang. Tip Top fürs Auge und den Gaumen zubereitet. Die Mangostückchen mit Tomaten für das gewisse Etwas und einer knackigen Karotten Tempura on Top.
Danach kommt der Malbec für die Gourmets. Der Hauptgang ist in etwa das selbe nochmals aber so zubereitat, dass es mind. 2 Michelin Punkte bekommt. Immerhin sind die Besitzer vom ‚La Cozinha‘ ja auch Franzosen aus Fortaleza die hier sesshaft geworden sind. Entweder gibt es File Mignon an einer grossartigen Pilzrahmsauce. Oder ein Robalo Fisch mit Kräutermantel auf Kartoffelpüre mit geschmacksvollen Gemüsestreiffchen….

Als Dessert die halbwarmen Schoggichüeckli, bei denen das warme Innere noch flüssig ist. Und ein feine Vanille Sorvete (Glace) dazu.

Eines meiner Ziele (Heinz) werde ich auf dieser Reise leider nicht erreichen: 3 Kilo weniger auf den Rippen – genau das Gegenteil ist eingetreten.

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