Die Reise geht zu Ende

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Nach 2 super Wochen in Safaga geht die Reise nun auch für Reto, Gian und Malta zu Ende. Wir haben gepackt und nun steht all unser Gepäck in der Hotel Lobby. Am letzten Morgen haben wir nun wieder einigermassen sinnvollen zugang zum Internet.

Um 08:00 Uhr werden wir vom Transfertaxi abgeholt und zum Flughafen gefahren. Dann fliegen wir um 11:50 Uhr ab und sollten 16:40 Uhr in Zürich landen.

An dieser Stelle gibt es noch einmal ein riesen Danke an Heinz und Reto von Kitefun (www.kitefun.ch) für die Tolle Organisation. Ebenfalls Danke an alle, die an der Reise teilgenommen haben, den Jungs von der Station Planet Allsoprts, dass sie so gut zu uns geschaut haben, unserem Taxifahrer Aiman und dem Hotel Alibaba.

Bis zu 45 Knoten Wind – kein Internet

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Die letzten beiden Tage hatten wir richtig starken Wind. Mit kleinen Kites aber gut fahrbar.

Da sowohl an der Station wie auch im Hotel das Datenvolumen aufgebraucht ist, haben wir im moment keine sinnvolle Internet-Verbindung und schreiben dann wieder.

Der perfekte Windtag

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Heute gibt es nur einen kurzen Bericht. Von 9 Uhr bis am frühen Nachmittag hatten wir konstant über 20 Knoten Wind. Die Letzten kamen 10 Minuten bevor die Station um 17 Uhr schloss zurück ans Ufer. Nun sind wir alle gut ausgepowert. Einige standen total bis zu 5 Stunden auf dem Brett. Ein unglaublicher Tag geht zu ende. Alle haben grosse Fortschritte gemacht. Morgen könnte es gut bis zu 35 Knoten Wind geben. Mal sehen was uns da erwartet.

No wind – Schnorcheln im Roten Meer

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Da heute absolut Windstill war, hatten wir Zeit für eine Schnorcheltour mit dem Glasboden-Boot. Wir fuhren nach Tobia Island und später nach Tobia Arba. All die Farben und Fische unter Wasser sind doch sehr eindrücklich. Da gibt es viel zu sehen. Zurück an der Station fuhren Andrea und Jasmin mit dem SUP raus, alle andern verbrachten die Zeit an der Station. Bei über 40°C wird man etwas faul, da ist ein entspannter Tag genau das Richtige. Morgen haben wir dann wieder guten Wind angesagt und können laut Vorhersage bis ende Woche kiten.

Nach dem Nachtessen schlenderten wir noch einmal durch die „Schara el Stad“, der Einkaufsstrasse von Maglis (Safaga). Mit etwas Verspätung trafen wir anschliessend zu Fuss im Coffeshop Mazika ein und verbrachten den Abend gemeinsam mit Aladin und Mohamed von Planet Allsports und Mustaffa aus dem Beduinenzelt.

Flachwasser Kiter

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Heute erwarteten wir wegen der heissen Temperaturen von 43 Grad Celsius nicht wirklich viel Wind und rechneten fix mit einem Alternativprogramm. An der Station angekommen sah es dann gar nicht mal so schlecht aus. Andrea, Jasmin, Reto und Ursula packten ihre Sachen und gingen direkt hoch in die Lagune. Malta, Joel und Patrick blieben vorerst mal an der Station. Gian hat beschlossen die zwei Low-Wind-Tage mit einem Openwater Tauchkurs zu überbrücken.

Um etwa 11 Uhr rief Reto die Station an, dass es genügend Wind zum fahren auf dem Wasser habe. Malta, Joel und Patrick schnappten sich ihr Material und wurden schnell von Machmoud mit dem Schlauchboot zu den anderen gefahren. Oben in der Lagune war nach kurzer Zeit niemand mehr ausser wir von Kitefun. Bei gefühlter Windstille und absolut flachem Wasser konnten Malta und Joel und Patrick mit 11, 12 und 15 Quadratmeter grossen Kites fast eine Stunde lang durchgehend fahren die anderen trainierten die Schirmsteuerung und fuhren alle einige 100 Meter.

Als dann wirklich kein Wind mehr vorhanden war, packten wir alles aufs Boot und fuhren zurück zur Station. Joel schaffte es mit dem 15m2 North Juice immerhin noch bis zur Sandbank. Anschliessend assen wir etwas und verräumten unser Material. Das Taxi hatte heute zum ersten mal ziemlich Verspätung, also entspannten wir bei interessanten Gesprächen und einigen Getränken im Schatten bei Planet Allsports.

Am Abend waren dann einige ziemlich KO und blieben im Hotel Ali Baba. Malta, Andrea, Jasmin und Gian wurden um 21 Uhr vom Taxi abgeholt und zur „Schara El Stad“ gefahren. Eine Hell beleuchtete Einkaufsstrasse mit vielen lokalen Shops, Fruitmarkets, Bäckereien, Barbershops und Verkaufsständen. Da kann man vom Brot bis zur Kompletten Wohnungseinrichtung einfach alles haben. Nachdem wir uns mit salzig bis süssen Leckereien aus der Bäckerei eingedeckt hatten liefen wir in Richtung Militärhafen. Nach 1-2 Mal verlaufen und einigen düsteren Seitengassen fanden wir nach gut 15 Minuten Fussweg endlich den Coffeeshop Kurnish. Eine wunderschöne Gartenanlage umzäunt von grünen Hecken und ausgestattet mit bequem aussehenden (nicht wirklich bequemen) Sesseln. Wir hatten echt spannende Themen und wurden dann um 23:30 Uhr pünktlich wieder abgeholt um zurück zum Hotel zu fahren.

Letzter Tag für 3 von uns

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Wie gewohnt machten wir uns am Morgen nach dem Frühstück im Hotel Ali Baba auf den Weg zur Station. Als alle ihre Sachen bereit hatten, konnten wir mit etwa 20 Minuten Verspätung losfahren. Der Wind war bereits am Morgen relativ schwach. Super um die Kite-Steuerung zu trainieren für die Anfänger, knapp genug um mit 15m2 Kites noch zu fahren. Einige gingen in die Lagune, andere verbrachten den Morgen an der station und verbrachten die Zeit mit Interessanten Gesprächen, Tischfussball und SUP.

Schon nach einer Stunde kamen die Ersten zurück zur Station, da der Wind halt gegen Mittag immer schwächer wird. Etwa um 13 Uhr waren dann alle zurück. Reto schaffte es gerade noch mit dem 15m2 Kite und Wellenbrett den etwa 3 Km langen Donwinder von der Lagune bis zur Station zu fahren.

Wir bestellten uns Hackfleisch- und Poulet-Pizza, scharfes Gemüse und „Hauauschi“, eine Art Fladenbrot gefüllt mit Hackfleisch und Zwiebeln. Zum Dessert gab es „Pizza Helua“, ein in Zuckerwasser getränkter Filoteig, der etwa wie warme Fasnachtschüechli schmeckt. Frisch gestärkt liefen wir dem Strand entlang um Mustafa in seinem Beduinenzelt zu besuchen. Jasmin lernte dann vor ort, wie man richtig Zitronengras-Tee zubreitet, die anderen entspannten im Schatten bei 42°C Lufttemperatur. Bei so hohen Temperaturen wird man doch etwas träge.

Zurück an der Station hatten wir noch Zeit ein Gruppenfoto zu machen. Morgen fliegen ja Christa, Michael und Dani zurück in die Schweiz. Abgesehen von Sandra, die schon vor dem Wochen abgereist ist, waren alle da. Anschliessend fuhren wir zurück zum Hotel. Da erwartete uns ein grosses typisch Ägyptisches Essen mit Reis, Poulet, gedämpftem Gemüse, Tahina, und vielen anderen Leckereien.

Pünktlich um 9 Uhr gingen wir zurück zum Beduinenzelt um uns das ganze mal bei Nacht anzusehen. Mit all den Lichtern und Düften nach frischem Tee und Gewürzen hatten wir einen sehr entspannten Abend. Said und ein Freund, Mohamed und Hassan von der Kite-Station gesellten sich ebenfalls zu uns. Jasmin wurde kurzerhand in ein traditionelles Kleid gesteckt und übernahm kurzerhand die „Küche“. Eine kleine Feuerstelle zwischen all den Teppichen und kochte für uns Kaffee und Tee. Ein gelungener Abschlussabend für die Drei, die uns morgen verlassen und alle die noch bleiben.

Bis zu 5 Stunden am Kiten

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Heute war mal wieder ein unglaublicher Tag auf dem Wasser. Um 9 Uhr nach dem Frühstück wurden wir von Aiman, unserem Taxidriver zur Station gefahren. Da für heute der Wind eher schwach und nicht bis spät am Nachmittag angesagt war, bereiteten wir schnell alles vor und waren bereits um 10 Uhr in der Lagune. An der Station wurden nochmals die Leinen gecheckt, kites dem Wind entsprechend vorbereitet und dann wird alles aufs Boot verladen. Oben in der Lagune werden die Kites auf dem Boot aufgepumpt und die Leinen im knietiefen Wasser abgewickelt. So kann Einer nach dem Anderen starten.

Der Wind war doch etwas stärker als erwartet. Einige hatten also mehr als genug Druck im Schirm, was in Kombination mit dem Muskelkater doch schnell anstrengend wird. Bis um 10 Uhr dreht der Wind, wird dann bis 11 Uhr noch leicht stärker und flacht dann bis 16 Uhr gleichmässig ab. Die beste Zeit war heute so gegen 12 Uhr. Schön gleichmässiger Wind und viel Zeit neue Sprünge und anderes auszuprobieren. Schlussendlich standen alle auf dem Brett. Malta, Christa und Joel gingen kurz zurück zur Station um etwas zu Essen, die anderen blieben oben in der Lagune. Christa beschloss dann sich dem Muskelkater zu ergeben und sich einen gemütlichen Nachmittag an der Station zu machen.

Ab 16 Uhr war der Wind dann so schwach, dass gerade noch Malta, Reto und Patrick mit grossen Kites bis 15m2fahren konnten. Sie versuchten noch den Downwinder bis zur Station, gaben dann aber kurz nach der Sandbank, etwa 300m vor der Station auf, da einfach kein Wind mehr vorhanden war. Nachdem wir alles Material verräumt hatten, fuhren wir mit dem Taxi zum Fruitmarket, dann setzten wir uns in den Coffeshop „Jasmin“ in der selben Strasse und tranken Tee mit frischer Minze, Türkischen Kaffee, Fruchtsäfte, spielten Taula und gönnten uns 2 Shishas.

Nach dem Abendessen beschloss die Hälfte der Gruppe sich  zu erholen für den nächsten Tag und blieb im Hotel. Jasmin, Reto, Andrea, Michu, Daniel und Christa machten sich mit Aiman auf den Weg zu einem local Coffeeshop, der uns von Said empfohlen wurde. Das „Mamscha“ ist so ein insider-local-Coffeeshop im Stadtviertel Maglis. So fest local, dass wir wie Aliens angesehen wurden, als wir angekommen sind. Unsere ägyptischen Freunde waren noch nicht vor Ort. Und sogar unser Taxifahrer Aiman beschloss kurz den Wagen zu verlassen, um zu sehen, dass wir gut entgegen genommen werden. Der Kellner hat uns direkt neben der Kasse platziert, damit er uns gut im Auge behalten konnte. Said erklärte Christa später, dass das nicht etwa war, weil wir nicht erwünscht wären, sondern viel mehr, dass es dem Kellner wichtig war, dass es uns bei ihm wohl ist. Und so war es auch. Kurz später trafen unsere ägyptischen Freunde ebenfalls ein.

Said wurde von Jasmin und Andrea mit kulturellen Fragen gelöchert, die er aber sehr gerne beantwortete. Es wäre zu viel das alles hier zu schreiben. Interessant waren vor allem die Gespräche über Religion (wie viel Mal betet man im Tag, was betet man, und wer macht wie Ramadan) sowie Hochzeiten, Polterabenden und Feste. Unser Taxifahrer Aiman gesellte sich wenig später auch noch zu uns. Und Michu spielte mit Mohamed, einem Freund von Said „Taula“, die ägyptische Variante von Backgammon. Neben dem Coffeeshop spielten Kinder auf der Strasse Fussball und von nicht weit hörte man Musik von einem Hochzeit sowie vorbeifahrende, hupende Autos, welche zum Fest kamen. Aiman hat auf dem nachhause Weg extra noch eine Ehrenrunde gedreht, damit wir Einsicht bekamen von der üppigen Beleuchtung, der lauten Musik und den vielen Gästen vom Hochzeit.

Mit vielen Eindrücken gehen wir nun müde ins Bett. Wir freuen uns auf Morgen. Es gibt wieder Wind ?

Wind für alle in der Soma Bay

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Heute war ein richtig toller Windtag. Die Gruppe traf pünktlich um 9 Uhr an der Kite-Station ein. Nachdem alles Material bereit gelegt wurde, besprach unser VDWS Instruktor Reto mit seinen Schülern den letzten Tag und setzte Ziele für den neuen Tag. Super motiviert ging’s hoch in die Lagune wo uns perfekte Bedingungen erwarteten. Flaches Wasser und top Wind. Jeder konnte heute sein bestes zeigen. Die alten Kitehaasen übten sich in verschiedensten Sprüngen und alle Schüler, welche gestern mit Bodydrag und Wasserstart angefangen hatten konnten heute die ersten Meter sicher fahren.

Um 13 Uhr meldete uns dann die Kitestation in die Lagune per Telefon, dass unsere 4 neuen Kitesurfer aus der Schweiz an der Station angekommen sind. Malta, Christa und Gian machten sich auf den Weg um sie zu begrüssen. Die Begrüssung fiel sehr positiv für unsere Neuankömmlinge an: Macht euer Material bereit, es hat noch Wind! Und so ging’s mit der zweiten Gruppe auch noch hoch in die Lagune. Der Wind hatte bereits etwas abgeflacht, aber es reichte dennoch aus für ein kräftiges „WOHOOO“ von Jasmin, vom Flugzeug direkt auf’s Kiteboard.

Da wir pro Person 2 Schirme aufgebaut hatten und wir mittlerweile eine Gruppe von 12 Personen sind, gab es zurück an der Station eine kleine Materialschlacht. Wir haben uns gegenseitig geholfen die Kites zu waschen, Material aufzuhängen und die Kites bereits anzuknüpfen für den morgigen Tag. Auf dem Nachhauseweg trennten sich die Wege kurz. Ein Teil der Gruppe ging in den Fruitmarket um Essen zu kaufen und anschliessend ins Dive Under für das Feierabendbier und den Theorietest mit Reto. Die zweite Gruppe ging direkt ins Hotel, um das Gepäck auszuladen und anschliessend ebenfalls das Tournee Fruitmarket und Feierabendbier in Angriff zu nehmen. Das Abendessen und Abendprogramm verspätete sich somit um eine halbe Stunde, aber wir haben ja Ferien und sind flexibel.

Man könnte meinen nach einem so sportlichen Windtag und einem langen Anreiseweg, der bereits um 4Uhr morgens startete sei die Gruppe müde. Doch weit gefehlt, alle waren dabei noch etwas gemeinsam zu unternehmen und den letzten Abend in Safaga von Sandra zu feiern. Auf dem Programm stand die Gartenbeiz Nemo. Dort angekommen stellten wir aber fest, dass das Nemo wegen zu wenig Gästen nur noch an den Wochenenden geöffnet hat. Gut aber dass hier in jeder Ecke ein Coffeeshop steht. Kurz eine Querstrasse weiter machten wir es uns im Divers House gemütlich. Christa hat auch die Ägypter per SMS informiert, dass sich der Standort änderte, worauf 10 Minuten später zu dritt auf dem Motorrad unsere Freunde Said, Mahmoud und Aladin eintrafen. Koko wurde auch noch spontan von Said abgeholt. Da das Divers House ein Touristen Hotel ist, gab’s heute Abend auch Bier und Mojito nebst Fruchtsaft und Shisha.

Wir hatten einen fantastischen Tag. Und der Abschluss war auch Weltklasse: Da unser Taxi Fahrer Aiman keine Zeit hatte, hat er uns seinen Freund Said vorbei geschickt um uns abzuholen. Die meisten Gruppentaxis in Safaga sind Toyota Hiace Busse. Doch dieser war speziell. Nebst der doch sehr kitschigen Einrichtung wurde festgestellt dass anstelle eines Rückspiegels ein Bildschirm installiert war, auf dem Bauchtanz Videos liefen. „Endlich ein Rückspiegel der Sinn macht“ war der passende Kommentar, welche den ganzen Bus zum lachen brachte.

Abenteuerreicher Tag

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Für heute stand viel Wind auf dem Programm. Pünktlich wie jeden Tag fuhr uns unser Taxifahrer Aiman an die Station von Planet Allsports. Fleissig hat jeder sein Material bereit gemacht. Neu hat die Station 3 Boote, nicht nur zwei. Eines fuhr direkt in die Lagune. Ein zweites war gedacht für den Transport von Personen und das dritte war ohne Motor für alles Material.

Malta, Daniel und Christa wollten als erste hoch in die Lagune. Der Bootfahrer Mahmoud hatte aber etwas Anlaufschwierigkeiten mit dem neuen Materialboot. Er hat den falschen Knoten gelöst, mit dem Resultat, dass er das nicht motorisierte Boot in der Hand hatte und das Boot mit Motor plötzlich 15 Meter von uns entfernt unbemannt davon schwamm. Mahmoud hat nicht lange gezögert und dem Windsurfer neben uns zugerufen, er wolle selber zum Boot winsurfen. Dumm nur, dass Mahmoud nicht sehr gut surft… aber nach 2x umfallen hat er es dann doch noch geschafft. Übrigens nicht empfehlenswert ist es auf dem Materialboot mit zu fahren: Gegen die Wellen wird man darin doch ziemlich nass.

Etwa um 10 Uhr oben in der Lagune angekommen werden die Schirme mit Pressluft gefüllt. Dani startete als erster. Mit seinem 12er Kite war er überpowert, aber versuchen kann man’s ja. Christa ging ebenfalls überpowert mit dem 9er raus. Malta hatte wohl mit seinem 9er die beste Wahl getroffen was das Verhältnis von Gewicht, Windstärke und Schirmgrösse anbelangt. Wenig später folgte der Rest der Gruppe. Unser Instruktor Reto hat 2-er Teams gebildet, welche sich zuerst in Kiteschirmsteuerung übten und dann in Bodydrag. Der Wind war sehr stark, aber trotzdem optimal zum üben mit kleinen Kites. Die Anfänger-Gruppe übte  abwechslungsweise aber total 6h in der Lagune. Die Fortgeschrittenen machten 2 bis drei Sessions. Wir sind schon gespannt auf unseren Muskelkater morgen.

Nach dem Abendessen waren einige doch sehr erschöpft von der Sonne und vom Wind. Daher beschloss nur eine kleine Gruppe zusammen nach Downtown zu fahren. Downtown ist der unterste Stadtteil von Safaga. Mohamed von der Station hat dort einen Kleiderladen, welchen wir kurz besuchten. Anschliessend ging’s zu Fuss zum Gewürzladen um Tamarinde zu kaufen um damit in den nächsten Tagen gesüsstes Wasser zu haben. Spontan hatte Gian die Gelegenheit mit Mahmoud (Schalufa) auf dem Motorrad zu fahren. Lustigerweise hatten wir beim Abendessen eine Diskussion über das Tragen von Helmen. Wie ihr euch denken könnt, gab’s spontan keinen.

Alle anderen gingen begleitet von Mahmoud Hassany zu Fuss zum Coffeeshop Gizrelbah‘ im selben Stadtviertel. Wir hatten es uns gerade gemütlich gemacht, da schoss ein Auto mit hoher Geschwindigkeit am Coffeeshop vorbei und krachte in eine Palme ca. 10 Meter vom Coffeeshop entfernt. Grosse Aufregung. Wir sassen plötzlich komplett alleine im Coffeeshop. Alle Ägypter rannten zum Unfallort und halfen dem Verunfallten aus dem Wagen. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Der Fahrer hat wohl eine Bodenwelle übersehen und flog wortwörtlich darüber. Es ergaben sich anschliessend interessante Gespräche über Versicherungen und das Verhalten von Menschen bei Unfällen. Normalerweise kommen in Ägypten auch Ambulanz und Polizei. Aber gemäss Ägyptern ist es viel schneller, wenn eine Privatperson den Verunfallten sofort ins Krankenhaus fährt und man den Unfallwagen so auf die Strasse schiebt, dass er parkiert aussieht und die Polizei nichts davon mitbekommt.

Nach all der Aufregung beruhigte sich das Geschehen langsam und wir liessen den Abend ausklingen mit kalten Karkade-Getränken, Taula (Brettspiel), Shisha und Tee. Für morgen ist noch ein Mal super Wind angesagt und wir freuen uns auf 4 weitere Kitesurfer aus der Schweiz, welche morgen Mittag in Hurghada landen werden.

Windstill in der Soma Bay

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Wie gestern bereits angesagt war heute absolut windstill in der Soma Bay. Unser Alternativprogramm: Snorkeliiing! Um 9 Uhr an der Station angekommen lagen die am Vorabend bestellten Masken und Flossen bereits bereit. Die Ägypter sind sehr pünktlich, meistens auf jeden Fall, entweder pünktlich oder gar nicht könnte man auch sagen. Heute waren sie sogar überpünktlich: Eine halbe Stunde zu früh. Aber wir haben ja Ferien und darum ging es gemütlich um 10 Uhr los auf’s Glasboden-Boot.

Die erste Station war der so genante Abu Soma Garden. Ein sehr grosses und farbiges Korallenriff mit vielen Fischen. Das Riff befindet sich etwa 10 km nord-östlich von unserer Lagune. Bereits auf der Hinfahrt konnte man dank dem Glasboden im Schiff einiges unter Wasser sehen. Nachdem wir gut 20 bis 30 Minuten am schnorcheln waren und für euch ein paar Fotos schossen, gingen wir zurück auf’s Boot und Fuhren weiter nach Tobia Arba. Dieses Revier besteht aus fünf Korallenblöcken, von denen einige einen tiefen Einschnitt haben. An der Oberfläche kann man 7 Blöcke zählen. Zwischen den Blöcken kann man die grösseren Fische in der Tiefe sehen, an der Oberfläche kommt man sehr nahe an die Bunten Korallen und Fische heran.

Nach dem Schnorcheln verbrachten wir noch einige Zeit auf dem Boot, assen und tranken etwas und entspannten in der Sonne. Als dann doch noch etwas Wind aufkam, wollten wir umbedingt zurück, falls es mit grossen Kites doch noch eine Session geben würde. Hat dann doch nicht gereicht aber dafür konnten wir mal wieder beweisen, dass wir doch keine Windsurfer sind. Etwas wackelig, zu wenig Wind, keine Erfahrung auf dem Brett, aber Hauptsache es macht Spass. Malta und Reto waren gut eine halbe Stunde auf dem Wasser, Christa und Daniel folgten ihnen mit dem SUP. Gian, Daniel und Christa übernahmen dann die Windsurfs bis vier Uhr.

Nach dem Nachtessen wurden wir von Aiman, unserem Taxidriver abgeholt. Er fuhr uns nach Safaga Maglis an einen Ort, an dem wir bisher noch nie waren. Begleitet wurden wir dabei von ein paar Jungs von der Kitestation Planet Allsports. Tee, Kaffee, Fruchtsäfte, Shisha und eine Putschautobahn standen dort auf dem Programm. Im Hintergrund hatte es eine Grosse Leinwand, auf der Ein Fussballspiel zwischen Manchester und Westham lief. Dazu interessante Gespräche.

Morgen soll es nun endlich den ganzen Tag anständig Wind geben.