9 zu 12 (10 zu 13) für den Wind

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Das volle Programm von 2 Wochen innerhalb dem 4. und 18.5. absolvierten ja bloss Tobi, Günter und Heinz. Für uns sieht die Bilanz der Windtage sehr gut aus:

– Noch am Ankunftstag wurden wir mit einer ungeplante Session begrüsst
– Es folgten 3 Super Windtage mit abflachendem Wind ab 14.00 Uhr
– Dann die 2 Tage ohne Wind – dafür mit Delfinen geschwommen
– 5 Tage mit Wind bis zu 6 Beaufort den ganzen Tag
– 2 Tage nur noch mit 3 Stunden (die zählen nur halb)
– Abreise war bereits um 9.00 – wäre sowieso tote Hose gewesen

9 – 12 beim Ausgang

Und genau so sah es auch beim Ausgang aus. 3 mal mussten wir Forfait geben und sind bloss um die Eck zum Feierabend-Bier eingekehrt. Die restlichen Tagen verbrachten wir immer in einer lokalen Bar mit Shisha, Karkade-Tee, Azir Lemon, oder was auch immer – nur kein Alkohol. Und jedes mal wurden wir begleitet vom arabischen Team der Kitestation Planet All Sport.

Lizenz-Upgrades

Bei den Levels gibt auch was erfolgreiches zu berichten:
7 von 12 Personen konnten 1 bis 3 Levels zulegen. Eine grossartige Leistung wenn man bedenkt, dass alle andern schon auf 6 oder 7 sind.

Safety

Und Verletzungen gab es nur wenige: Günter hat ne Schramme seit dem 1.Tag an der Ferse. Doch mit seinem Willen hat er das beiseite gesteckt. Und eine gequetschte Rippe – was nichts ausgewöhnliches ist, wenn man mit Springen beginnt.
Dani hat sich mal das Knie ausgedreht und bei ihm scheint ein Verdacht auf Kreuzband – er ist noch am Abklären.
Heinz hatte als einziger einen konrollierten Sonnenbrand – ein mal pro Jahr muss das sein!
Ab und zu klagten einige über wenig Kopfschmerzen – vermutlich von zu viel Sonne. Und eine Massage gönnten sich Miri und Michu.

Kiten bis am Sonntag

Svenia hatte am Mittwoch ihren 3. Schulungstag. Es gab leider nur 3 Stunden Wind – sie kann nun den Wasserstart und fährt Distanzen über 200 Meter. Michu wird ihr weiteres Privattraining geben und wir wünschen den beiden noch super Wind für Freitag bis Sonntag (heute Donnerstag ist ja windstill).

Fazit

Ein perfektes Trainingscamp mit vielen frohen Gesichtern!

Da waren es nur noch fünf

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Dienstag – ein weiterer Abreisetag. Die 3 Girls von der Unterhaltungstruppe gehen nach hause. Natürlich nicht vor einer 2-stündigen Morgensession. Wir werden euch sowie den Rest der ganzen Truppe hier vermissen. Guten Flug Ursula, Miri und Kerstin.

Und weil es nun ja noch ruhiger in der Lagune ist übernimmt Günter kurzerhand das Zepter und unterhält uns mit seinen neuen Sprüngen. Erstaunlich wie jemand in seinem Alter so viel Biss und Disziplin hat – und abends geht auch gar nichts ohne seine ordentliche Shisha. Grossartig.

Der 2. Schulungstag von Svenia: Nach einem ersten Rescue gleich zu beginn, was ja nicht weiter schlimm ist, denn die Jungs von der Station halten immer ein Auge auf uns, begibt sie sich ganz locker auf’s Wasser. Sie gibt sich 12 Startversuche, denn beim Wakeboarden hätte es auch so lange gedauert. Sie schafft es beim 10ten und man merkt auch gleich, dass sie ein Goofy ist.

Goofy und Regular: beim Kitesurfen fährt man grundsätzlich immer mit zwei Füssen in der Entenstellung stehend und man fährt eigentlich erst mal auf der Hinterkanten (Heel side). Wenn man den Kite auf der rechten Seite fliegt zieht es nach rechts und man fährt auch mit dem rechten Fuss vorne (in Fahrtrichtung betrachtet). Umgekehrt ist der linke Fuss vorne.
Wie Rechts- oder Linkshänder gibt es hier die Rechts- oder Linksfüsser ? Goofys sind die Rechtsfüsser und Regulars sind die Linksfüsser – wie beim Snowboard fahren.

Mit Svenia mussten wir nach den 5 Stunden üben in der Station auch noch die Vortrittsregeln anschauen (zB. müssen die Goofyfahrer den Regulars ausweichen, wenn diese aufeinander zufahren).

Michael macht es Günter gleich: Er katapultiert sich in die Höhe – ist ja auch sein Tagesziel.

Tobi übt und übt und übt – seine Händelpässes werden zwar immer höher, doch auch er will es einfach perfekt haben – mit der Höhe ist er einfach nicht zufrieden. Morgen ist sein letzter Tag – mal sehn wie hoch es ihn noch raus kickt.

Wir haben heute wieder den ganzen Wind mitgenommen und lassen nichts zurück! Unsere Depot Fahne muss nun etwas kürzer treten. ?

Das Rieders-Meeting hatten wir beim Nachtessen und eine Shisha gab es gleich nach der Rückkehr um die Ecke im Yasmin. Mein hiergebliebener Kollege Rolf erzählte uns noch von vielen schönen Dingen, die man hier sehen und bekiten sollte. Gleichzeitig haben wir erfahren, dass es in El Gouna diese Woche kaum Wind gab. Die Soma Bay profitiert halt von seiner Lokalthermik und die war so wichtig, um uns derart wohl zu fühlen. Wir sind mal gespannt, was uns der Mittwoch bringt – Die Prognose sieht vielversprechend aus:

Don’t like monday?

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Bob Geldoff sang mal „I don’t like mondays“ – tja, bestimmt ist er kein Kitesurfer – denn es gab montags nochmals besten Wind von 9 bis 16 Uhr. Wir lieben jeden Windtag auch wenn es ein Montag ist! Um die 25 Knoten müssen es gewesen sein. Uns war es aber schon um 15 Uhr genug und so zirkelten wir unsere Kites runter bis zur Station. Natürlich nur die, die sich das zutrauten.

Für Ursula und Kerstin war heute der Einstieg ins Kiterleben – beide erreichten das Level 4 und können nun immer auf gleicher Höhe hin- und herfahren. Sie üben jetzt noch das kontrollierte ‚Höhe machen‘, dann sind auch sie ready für die grossen Abenteuer im Meer draussen ?

Miri hat weiterhin ihre Sprünge verfeinert und auch noch einiges neues Material ausprobiert. (Insider für David: Der FX hat ihr sehr gefallen).

Svenia hat heute zum ersten Mal Kiterluft geschnuppert, viel Salzwasser geschluckt und erfahren, warum wir hier so verrückt nach dem Kitesurfen sind. Kitekontrolle, Body Drag und Safety waren heute die Themen während des 1. Schulungstages. Für Morgen steht der Wasserstart und die ersten gefahrenen Meter auf dem Programm. Danach wird sie bestimmt noch das Fahren auf Halbwindkurs und vielleicht sogar die ersten Trambahnhalsen lernen.

Svenia und Michu werden bis nächsten Sonntag in Safaga bleiben, somit bleibt eine ganze Woche Zeit für sie.

Doch Dienstags verlassen uns Miri, Kerstin und Ursula. Am Donnerstag werden Tobi, Günter und Heinz das heilige Land am Roten Meer verlassen. Es werden immer weniger. Geblieben wären bestimmt alle gern noch etwas länger.

Es haben sich bezüglich Kitesurfen wohl alle enorm verbessert. Ausserdem wurden enge Freundschaften geschlossen. Die Dynamik im Team war harmonisch, sehr zielstrebig und voller Fun.

Das wurde ein weiteres mal begossen mit einem Ausgang – heute zur Dachterrasse im Nemo. Zum Glück bliess dort oben ein angenehmer Wind, denn dieser Montag war der wärmste Tag dieser Reise. Über 40 Grad waren es und irgendwie hat man das auch die ganze Zeit gespührt – beim Frühstück war es schon heiss, beim Kitesurfen hat es nie gefröstelt und abends beim Nachtessen auf der Dachterrasse vom Ali Baba war es ebenfalls düppig. Nur hier im Nemo war es angenehm frisch:

Höhe verlieren – halten – gewinnen

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Freddy packt seine Samsonite Koffer. Er hat ein auseinandernehmbares RL Kiteboard und dieses passt perfekt in einen seiner beiden Koffer. Schlussendlich sieht er wie ein Business Man aus, der nur mal schnell an ein Meeting geht. Vorher gibt er noch Aladin (der heutige Staionsleiter, denn Yasser hat frei) und Heinz eine ordentliche Massage. Aladin hat es im Rücken und Heinz im Nacken. Das hängt ja alles zusammen und dies sind auch typische Verspannungserscheinungen von uns Kite- und Windsurfern.

Wärenddessen krümmt sich Michu im Sofa, weil ihn seit dem Frühstück ein Magenproblem beschäftigt. Ob es vielleicht die Resten vom libanischen Essen waren, die wir noch einen Tag rumstehen hatten. Oder der Tunfisch, oder der Käse, den sich die meisten nach dem Kiten gönnen. Von Minute zu Minute geht es ihm schlechter und irgandwann liegt er einfach nur noch flach – nix mit Kiten. Zum Glück kann er sich ergeben und danach geht es ihm auch gleichrassig wieder besser. Somit ist er wieder ready für Svenia, seine Kollegin die heute Abend zu uns stossen wird.

Die anderen Crewmembers haben schon um 10 die Fliege gemacht und sind zur Lagune hochgefahren. Es waren 5 Windstärken bis 13 Uhr. Danach ist der Wind bis auf 3 Beaufort runtergefallen und gleichermassen bis um 16 Uhr geblieben. Das Highlight des Tages war dabei bestimmt Ursula: Sie hat Höhe gehalten wärend der ganzen Kite-Session. Nur ein einzige Mal musste sie wieder zum Ausgangsort zurücklaufen. Ob das wohl die Körperhaltungsübungen vom Samstag waren? ?

Bei Segelsportarten, gibt es unterschiedlich Richtungen, die man fahren kann:

Kursrichtungen beim Segeln
Höhe gewinnen: leicht gegen die Windrichtung, Upwind = hart am Wind
Höhe halten: im 90grad Wind zur Windrichtung fahren = Halbwindkurs
Höhe verlieren: leigt mit der Windrichtung, Downwind = Raumwindkurs

Ausgang ist jeweils die Windrichtung. Man fährt beim Segeln grundsätzlich nicht mit dem Wind. Aufgrund der Segelform ist es möglich, dank aerodynamischen Kräften (Herr Bernulli hat das bei den Vögeln übrigens vor mehr als 100 Jahren beobachtet und physikalisch belegt) quer zum Wind zu fahren. Diese Kraft ist die selbe Kraft, die ganze Flugzeuge zum Fliegen bringen. Dabei entwickelt das Segel oder der Flügel jeweils einen starken Unterdruck, der dazu führt, dass das Segel vom Fahrer weggezogen wird.

Nun versucht der Fahrer mittels Brett nicht zu stark in die Windrichtung abzudriften. Dadurch kommt er in Fahrt und zwar grundsätzlich in einem messbaren Winkel zur Windrichtung. Von der Windrichtung aus betrachtet nach links 90 Grad, nach rechts 90 Grad und eigentlich auch nach oben 90 Grad. (das ist übrigens der grosse Unterschied zu den Windsurfern und anderen Schiffen, die nur di Fahrt nach links und rechts kennen). Da wir Kitesurfer eine Dimansion mehr haben, macht es auch um eine Dimension mehr Spass ?

Abends beim Nachtessen, das uns übrigens noch nicht verleidet ist und noch niemandem schlecht bekommen ist (danke ans Ali Baba), ist Svenia zu uns dazugekommen. Danach ein kleiner Schlumi und eine Shisha für Günter und der Tag endet gemütlich im Dive Under.

Wind ohne Ende

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Der Wind bläst nun seit 4 Tagen und kein Ende ist in Sicht. Trotzdem ist heute Samstag bereits wieder fertig lustig für Christa, Malta, Dani und Caro. Somit sind sie heute morgen mit einpacken, Bretter auseinanderschrauben, Kites putzen, etc beschäftigt. Andere machen stylische Übungen um beim Fahren eine bessere Gattung zu machen, andere schrauben an den Brettern rum um mal ein neues Kiteboard auszuprobieren, andere bekommen eine Spezial-Massage von Freddy und einige bereiten sich mit Tanzen auf den Tag vor. Es herrscht ein riesen Towabohu:

Caro war am Ankunftstag schon auf dem Wasser und weil sie heute erst um 13 Uhr vom Flughafentaxi abgeholt wird zieht sie sich nochmals eine Kite-Session rein. Und dieses Mal erfüllt sie sich einen geheimen Wunsch: sie fährt mit dem Kite bis zur Kitestation runter. Eine schwierige Aktion weil vor der Station doch recht böiger Wind weht und das eigentlich nur gute Kitesurfer hinkriegen. Damit schafft sie auch gleich den Eintritt ins Kiterleben – ihre Ferienplanung wird in Zukunft eine andere sein.

Auch Christa kommt nochmals zur Lagune hoch und gönnt sich zwei chillige Fahrten bevor sie sich von uns verabschiedet. Malta und Dani haben wir schon in der Station tschüss gesagt. An dieser Stelle ein riesige Dankeschön an Christa und Malta. Ihr habt uns zu den besten Restaurants mit den feinsten Schischas gebracht. Ihr habt uns in Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung gebracht und habt uns mit besten Tips immer schöne Abende beschert. Mega cool gewesen.

Heute hat es Wind um die 5 Windstärken. Das ist der beste Wind für neue Tricks, sicheres Training und auch für angenehmes Schaffen in der Lagune. Bei 6 Windstärken, so wie die letzten beiden Tage, blässt es derart stark um die Ohren, dass man immer wieder aufpassen muss, keine Fehler zu machen. Sehr schnell wird aus einem kleinen Fehler ein grober Sturz.

Windstärken werden übrigens auch mit Beaufort (Bft) bezeichnet. Herr Beaufort hatte vor vielen Jahren eine 12-stufige Skala erstellt um den Wind grob einzuordnen:

1 Bft: Leiser Zug
2 Bft: Leichte Brise
3 Bft: Schwache Brise
4 Bft: Mäsige Brise
5 Bft: Frische Brise
6 Bft: Starker Wind
7 Bft: Steifer Wind
8 Bft: Stürmischer Wind
9 Bft: Sturm
10 Bft: Schwerer Sturm
11 Bft: Orkanartiger Sturm
12 Bft: Orkan

Aufgrund dessen wählen wir jeweils beim morgendlichen Riders Meeting die passenden Kitegrössen. Jemand mit 70 kg Körpergewicht, einem 136 cm langen Kiteboard wählt bei 4 Bft einen 12 m2 Kite. Zur korrekten Einschätzung muss zudem Körpergewicht, Länge des Kiteboards und die Könnensstufe des Kitesurfers berücksichtigt werden.

Freddy hatte heute seinen letzten Kitetag. Morgen Sonntag wird auch er wieder in die Heimat zurückreisen. Und seine Fortschritte lassen sich blicken.

Heute hat er Höhe gemacht, anfänglich ist er noch viel gelaufen. Was ‚Höhe machen‘ heisst, erklären wir euch morgen. Doch jeder Kitesurfer weiss, dass dies ein grossartiger Fortschritt ist.

Malta, unser Blogger ist ja leider nicht mehr unter uns. Wir bemühen uns sehr, dass wir euch auch weiterhin mit spannenden Beiträgen unterhalten und glüschtig machen können.

Windige Grüsse aus Safaga

Muskelkater ist bereits vorprogrammiert

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Wie schon gestern herrschten in der Soma Bay wieder perfekte Bedingungen. Stahlblauer Himmel, knapp über 30 Knoten Wind und fast keine Böen und trotzdem flaches Wasser den ganzen Tag. Normalerweise schwächt der Wind am frühen Nachmittag ab, nicht so heute. Caro machte ihre ersten Sprünge, Malta fuhr mit Günther und einem deutschen Gast von Planet Allsports die etwa 15 km lange Strecke rund um das Riff, Toby flog bis zum Mond und wieder zurück. Alle anderen erreichten locker ihre gesetzten Ziele und kamen total erschöpft aber mehr als zufrieden zurück an Land.

Zurück an der Station assen wir noch die Reste vom Vorabend beim Libanesen, trockneten unsere Ausrüstung und schauten uns die Fotos vom Tag an. Nach der 10 minütigen Taxifahrt bis zum Fruitmarket in der nähe unseres Hotels gingen wir zu Fuss weiter zum Coffee Shop „Dive Under“ für die Feedback Runde und ein paar Drinks. Auf dem Dach vom Hotel gab es nach dem Sonnenuntergang wieder massenhaft leckeres Essen. Shish Kebab, Chicken, dazu Reis, Kartoffeln, Gemüse und zum Dessert Wassermelone.

Extend the Limit – alle im Höhenflug

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Das gibt es nicht alle Tage, 6 Windstärken von 10 bis 15 Uhr, konstant und ideal um neue Tricks zu üben. Und das gelang heute allen. Einer der besten Tage für jeden von uns.

Wir versuchen jeden Tag in unserem Riders Meeting gegenseitig Feedbacks zu geben und neue Ziele zu formulieren. Um so besser die Leute werden um so schwieriger wird es, diese Ziele zu erreichen. Zum Beispiel hat Caro vor 1 Woche mit Wasserstart begonnen und hat gestern grausam Höhe gemacht und mehr Ziele erreicht als sie sich jemals erträumt hätte. Andererseits übt unser bester Rider Tobi seit Ankunft vor einer Woche an seinem Händelpäss. Caro hat sich in einer Woche um fast 3 Levels verbessert und Tobi ist auf hohem Niveau kein Level weiter gekommen.

Mit Levels sind gemäss dem Kiteverband VDWS folgende Könnerstufen gemeint:

Level 1: Kitekontrolle
Level 2: Wasserstart
Level 3: Fahren der ersten Meter
Level 4: Fahren und 1. Richtungswechsel
Level 5: Fahren gegen den Wind (aufkreuzen)
Level 6: Richtungswechsel aus und into Switch, 1. Sprünge
Level 7: Sprünge mit Board Offs, Unhooked Railys, etc

Die Tage gehen unglaublich schnell vorbei denn die Truppe hier ist voll motiviert, diszipliniert und einfach easy drauf. Wir haben gestern mal versucht, von allen Ridern ein Bild zu machen. Der Wind ist auch für morgen wieder gleich prognostiziert. Also ab aufs Wasser und lernt neue Tricks!

Zum Nachtessen gab es auch eine richtige Belohnung. Libanesisches Essen vom Feinsten. Schon nach 10 Minuten war der Tisch voll mit unterschiedlichsten Dip-Saucen, Teigtaschen, Fleischklösen, Couscous-Linsen-Reis, grilliertem Gemüse und zum Dessert eine Variation unterschiedlicher ägyptischer Süssspeisen. Nur schon deshalb lohnt sich ein Ausflug nach Safaga.

Schnorcheln mit den Delfinen

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Heute war der letzte Tag ohne Wind. Also haben wir eine Schnorchel-Tour mit dem Glasbodenboot organisiert. Der erste Spot den wir nach etwa 30 Minuten Bootsfahrt erreichten war Tobia Arba. Sieben Korallenblöcke ragen vom Boden bis zur Wasseroberfläche. Eine bunte Unterwasserwelt mit unglaublich vielen Fischen. Nach gut einer halben Stunde fuhren wir weiter zum Riff Abu Soma Garden. Da gibt es zwar etwas weniger Fische, dafür sind die Korallen um so eindrücklicher. In allen Farben schimmert der Boden, das Wasser leuchtet von türkis bis dunkelblau.

Auf dem Weg nach Tobia Island entdeckten wir in der Ferne einen Delfin. Der Bootsfahrer lenkte direkt ein und fuhr so nahe es ging zu ihm hin. Da war dann auch noch ein Zweiter. Als wir sein Interesse geweckt hatten sprangen wir ausgerüstet mit Schnorchel, Tauchbrille und Kameras ins Wasser. Bis zu einem Meter kamen wir an sie ran. Ein unvergessliches Bild und unglaublich schöne Tiere, auch wenn mal der Eine oder Andere etwas erschrak, als ein Delfin aus 5 Meter Distanz mit vollem Tempo auf das Gesicht zu schwamm.

Am Abend sind wir zu Mustafa und Mohamed Hassani in ihren Kleiderladen für Einheimische in Downtown gefahren. Sie zeigten uns stolz alles und schauten immer wieder auf den Fernseher, auf dem Fussball lief. Etwa 100 Meter gingen wir dann zu Fuss zu einem Gewürzladen. die Gerüche sind sehr intensiv. So etwas findet man bei uns in der Schweiz fast nicht. Bis Mitternacht blieben wir in einem kleinen Coffee Shop und hatten witzige und spannende Gespräche mit den Einheimischen.

Materialkunde und Self Rescue Kurs

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Der Wind ist nun deutlich zurück gegangen und nicht mehr gut fahrbar. Deshalb nutzten wir den Tag sinnvoll und schauten uns die verschiedenen Boardshapes und Barsysteme an. Da man auch ab und zu mal untereinander Material austauscht oder mietet, ist es immer gut zu Wissen, wie die verschiedenen Bars, Kites und Bretter aufgebaut sind. Jeder Hersteller hat ein eigenes Quickrelease-System um in einer ungünstigen Situation den Kite absolut drucklos auszulösen. Bei den meisten ist es eine Handbewegung nach vorne, bei Core aber muss man zum Beispiel daran drehen.

Am Nachmittag übten wir im knietiefen Wasser einen Self Rescue. Sprich Auslösen, Leinen richtig zusammen nehmen, zum Kite kommen und das Tuch so formen dass es als Segel dient. Dabei ist wichtig, dass der Kite zu jeder Zeit drucklos bleibt und nicht mehr durchstarten kann. Dank der Segelform kann man wenn alles gut geht ohne grossen Kraftaufwand zum Ufer zurück kommen.

Anschliessend hatten wir noch genug Zeit um am Strand zu entspannen, mit den Stand Up Paddles raus zu einer kleinen Insel zu fahren und Tischfussball zu spielen. Nach dem Nachtessen wurden wir von Aiman zum Coffee Shop Kournish gefahren. Die Jungs von der Station begleiten uns jeden Abend und so sind wir immer zwischen 15 und 20 Leute.

Elf bis fünfzehn Quadratmeter sollten reichen

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So wie es aussieht wird nun der Wind langsam abflachen. Es ist bereits einige Grad wärmer geworden und die Vorhersage könnte darum auch stimmen. Deshalb packten wir heute morgen direkt die grossen Kites ins Schlauchboot. Elf bis fünfzehn Quadratmeter sollten doch noch reichen. Bei so wenig Wind ist es zwar schwierig die Höhe zu halten, dennoch standen wir gut zwei Stunden auf den Brettern und hatten unseren Spass.

Heinz und Malta veranstalteten einen kleinen Sprung Contest mit dem PIQ Sprung Tracker. Beide hatten laut Messdaten über 2 Meter geschafft. Toby landete einige saubere Tricks. Also dennoch knapp genug Wind für eine tolle Session. Im Stehbereich war fast kein Wasser mehr über dem sandigen Boden. Teilweise nur noch etwa 5 bis 10 cm unter den Finnen. Als alle anständig ausgepowert waren, nahmen wir uns kurz Zeit für ein Gruppenfoto und gingen anschliessend zurück zur Station.

Den Abend verbrachten wir mit lauter Musik, einigen Tanzeinlagen und einer dichten Weihrauchwolke gegen Mücken in Mustafas Beduinenzelt. Dazu gab es frisch zubereiteten Zitronengras- und Hibiskustee, Datteln und wie gewohnt einige Shishas. Christa und Michu spielten mit den Einheimischen Domino und Taula.